Curriculum Vitae

Dr. med., Dr. psychol. Evelin G. Lindner

 

Sozialwissenschaftler
- Human Dignity and Humiliation Studies (HumanDHS)
- World Dignity University (WDU)
- Department of Psychology, University of Oslo, Norway
- Norwegian Centre for Human Rights, University of Oslo, Norway
- Centre for Gender Research, University of Oslo, Norway
- Morton Deutsch International Center for Cooperation and Conflict Resolution (MD-ICCCR), Advanced Consortium on Cooperation, Conflict, and Complexity (AC4), Columbia University, New York City
- Maison des Sciences de l'Homme, Paris

- Publikationen
- Vorträge
- Photos
- Videos
- Globales Leben


Evelin Lindner

 

Ausführlicher Lebenslauf

Ich wurde am 13. Mai 1954 in Hameln in Niedersachsen geboren. Mein Vater war Lehrer, - er ist heute pensioniert, - meine Mutter war Hausfrau und Lehrerin. Beide stammen aus Schlesien. Meine Mutter aus Breslau und mein Vater aus Bertelsdorf bei Lauban. Ich habe zwei jüngere Geschwister, beide sind Ärzte. Das Abitur, 1973 am mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig der "Viktoria-Luise-Schule," schloss ich mit Auszeichnung ab.

Im Wintersemester 1974 absolvierte ich ein Studium Generale an der Universität Frankfurt mit den Schwerpunkten Jura, Psychologie und Sinologie, und entschied mich danach für das Fach Psychologie. 1974 begann ich in Hamburg mit dem Psychologiestudium, das ich 1978 abschloss, und zwar mit der Diplomarbeit zum Thema "Über die Einstellung von Ärzten zur Tätigkeit von Klinischen Fachpsychologen" (Beurteilung sehr gut). Meine spezielle Ausrichtung während des Studiums war Klinische Psychologie (Gesprächspsychotherapie, Encounter, analytische Gruppentherapie; ich bekam des weiteren einen Überblick über Verhaltenstherapie, Familientherapie, Partnerberatung, Gestalttherapie, Psychodrama, katathymes Bilderleben, Psychoanalyse, autogenes Training).

Während des Psychologie-Studiums führte ich mehrere Praktika durch:

1975 arbeitete ich einen Sommer lang in Israel mit körperlich behinderten Kindern im Orthopaedic Hospital and Rehabilitation Center for Physically Handicapped Children, Alyn in Jerusalem. 1976 führte ich ein Schulpsychologie-Praktikum auf dem Ausbildungsschiff "Kariba" der Deutschen Afrikalinien, DAL durch, und zwar während einer Reise von Europa entlang der westafrikanischen Küste; ich schrieb eine Arbeit über die sozialen Beziehungen an Bord. 1977 und 1978 fertigte ich die Diplomarbeit an und schloss das Psychologiestudium am 3. November 1978 mit dem Diplom ab (Gesamturteil sehr gut). (1995 bekam ich die Anerkennung als Psychologin in Norwegen; in Norwegen sind Klinische Psychologen Ärzten gleichgestellt und schließen ein Klinisches Psychologiestudium mit einem Staatsexamen ab, das die Ausübung des Berufes staatlich legitimiert).

Das Medizinstudium führte ich von 1978 bis 1984 in Heidelberg, Hamburg und Neuseeland durch, und zwar fand das vorklinische Studium und Physikum in Heidelberg statt, von 1978 bis 1980 (mein Physikumsergebnis war eines der besten in Deutschland: 84,4%), von 1980 bis 1984 war ich für das klinische Studium und Staatsexamen in Hamburg, und 1983 für das praktische Jahr in der Abteilung für Innere Medizin des Dunedin University Hospital, in Dunedin, Neuseeland.

Während des Medizinstudiums führte ich mehrere Praktika durch. 1979 absolvierte ich das Krankenpflegepraktikum im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Oslo in Dikemark bei Oslo, in Norwegen. 1980 famulierte ich bei einem niedergelassenen Allgemeinmediziner in Hamburg, und 1981 an der chirurgischen Abteilung des Paolo Memorial Hospital in Bangkok, Thailand, - neben dem Studium thailändischer Kultur und Geschichte. 1981 lernte ich medizinische Einrichtungen in Malaysia und Indonesien kennen, besonders die Abteilung für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universität Kuala Lumpur. 1982 famulierte ich am Environmental Health Center in Dallas, Texas, USA. 1982 lernte ich außerdem die Navajo-, Pueblo- und Havasupai-Indianerreservate in den USA kennen, und studierte das medizinisch-psychologische Gedankengut in den verschiedenen Indianerkulturen. 1983 besuchte ich Krankeneinrichtungen in verschiedenen Landesteilen Chinas und studierte chinesische Kultur und Geschichte. 1983 führte ich das praktisches Jahr in der Abteilung für Innere Medizin des Dunedin University Hospital in Dunedin, Neuseeland, durch, und zwar als "Trainee Intern," - neben dem Studium der Geschichte und Kultur der Maoris. (Daneben nahm ich Flugstunden. Ich hatte im Alter von fünfzehn mit dem Segelfliegen begonnen, das Hobby Fliegen aber nach einigen Jahren aus Kostengründen aufgegeben. In Neuseeland waren Flugstunden auf einmotorigen Maschinen erschwinglicher als anderswo.)

Von 1981 bis 1984 erstellte ich einen Fragebogen über die Rolle und den Stellenwert von Arztberuf, Krankheit und medizinischer Versorgung in verschiedenen Kulturen und führte Interviews mit ca. hundert Ärzten anhand dieses Fragebogens in verschiedenen Ländern durch, und zwar in Thailand, den USA, Neuseeland, Australien, Singapur, Norwegen, und Deutschland.

Am 21. Juni 1984 schloss ich das Medizinstudium mit der Approbation ab (Abschlussprüfung sehr gut). Von 1992 bis 1994 führte ich ein Forschungsprojekt an der Abteilung für Medizinische Psychologie am Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg im Bereich internatio­naler Lebensqualitätsforschung durch, und zwar mit dem Titel: Lebensqualität im ägyptisch-deutschen Vergleich. Eine interkulturelle Untersuchung an drei Berufsgruppen (Ärzte, Journalisten, Künstler). Finanziert wurde diese Forschung durch ein Stipendium des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Auf der Grundlage dieser Forschung erlangte ich am 9. Dezember 1994 an der Universität in Hamburg den Doktortitel in Medizin. (1997 erhielt ich auch die Anerkennung als Ärztin in Norwegen.)

Meine berufliche Tätigkeit verlief in zwei Phasen. Von 1980 bis 1984 arbeitete ich als Klinische Psychologin (basiert auf Gesprächspsychotherapie) an der Psychiatrischen Universitätsklinik Hamburg, und führte Einzeltherapie durch. Zur selben Zeit leitete ich am Psychologischen Institut der Universität Hamburg Klientenkreise mit Frauen mit Gewichts- und Essproblemen (auf der Grundlage analytischer Gruppentherapie und Gesprächstherapie), und arbeitete die diagnostischen Interviews und Protokolle der Gruppensitzungen theoretisch auf.

Von 1984 bis 1991 war ich in Ägypten tätig. Von 1985-1988 arbeitete ich als psychologische Beraterin an der American University of Cairo und hatte als Klientenkreis Studenten und Lehrkörper aller Nationen. Von 1984 bis 1991 hatte ich meine eigene psychologische Privatpraxis in Kairo. Der Klientenkreis war sehr breit angelegt und reichte von Ägypter/innen, die Sprachkenntnisse über das Arabische hinaus besaßen, bis hin zu Nicht-Ägypter/innen aller Nationen: Mitarbeiter/innen west­licher Botschaften und Schulen; Führungskräfte westlicher Firmen; Ehefrauen und Kinder aus gemischten Ehen; westlich und traditionell ausgerichtete Ägypter/innen. Die Formen der Interventionen waren vielfältig und reichten von klassischer Psychotherapie bis hin zu psychologischer und "kulturübersetzender" Beratung und Einführung von Führungskräften der Wirtschaft in interkulturelle Kommunikation. Die in der Beratung verwendete Sprachen waren Englisch, Französisch, Norwegisch, Deutsch, und mit der Zeit immer mehr Ägyptisch-Arabisch.

1991 folgte ein sechsmonatiger Aufenthalt auf der Azoreninsel Flores und die Ausarbeitung eines Strukturentwicklungsplanes für die Insel. Im Februar 1993 gründete ich in Hamburg den gemeinnützigen Verein Global Understanding e.V., - dessen Vorsitzende ich auch war, - und konzipierte und organisierte die HAMBURGER IDEENKETTE, eine Großveranstaltung zum Thema globale Verantwortung mit ca. 20.000 Besuchern. Im Juni 1993 erfolgte die erste Ausstellung der von den Teilnehmern zusammengetragenen Objekte in Hamburg, und im Juli 1994 wurde diese Ausstellung in Bonn mit dem Auswärtigen Amt wiederholt. 1994 war ich außerdem Kandidatin für das Europäischen Parlament.

Von 1995 bis 1996 nahm ich am "Ethikprogramm" der norwegischen Forschungsgemeinschaft in Oslo teil und schrieb mehrere Essays über Ethik. 1996 arbeitete ich das Forschungsprojekt mit dem Titel The Feeling of Being Humiliated: A Central Theme in Armed Conflicts. A Study of the Role of Humiliation in Somalia, and Burundi/Rwanda, Between the Warring Parties, and in Relation to Third Intervening Parties aus, und führte es von 1997 bis 2001 durch. Es wurde von der norwegischen Forschungsgemeinschaft und dem norwegischen Außenministerium finanziert. Auf der Grundlage dieser Forschung erlangte ich am 26. May 2001 am Psychologischen Institut der Universität Oslo den Doktortitel in Psychologie. Die Forschung über Demütigung und Erniedrigung ist innovativ, - der Begriff ist als akademischer Begriff nicht eingeführt, - und besonders relevant in Zeiten internationalen Terrors.

Seit dem Jahr 2001 arbeite ich an der internationalen Verankerung der interdisziplinären Forschung über Demütigung und Erniedrigung, mit der ich in 1996 begann. 2001 wurde ich von der Columbia Universität in New York City, genauer von dem Columbia University Conflict Resolution Network, seit 2009 Advanced Consortium on Cooperation, Conflict, and Complexity (AC4), eingeladen eine eigene Organisation zu gründen, und zwar Human Dignity and Humiliation Studies (als globales Netzwerk und nicht nur als amerikanische Organisation).

Neben dem Aufbau dieser Organisation, arbeite ich seither an Büchern und Artikeln, und unterrichte regelmässig an der Columbia Universität (seit 2001), Oslo Universität (seit 1997), und Trondheim Universität (seit 1999), und bin angebunden an das Maison des Sciences de l'Homme in Paris (seit 2001), wo ich im September 2003 das erste Annual Meeting for Human Dignity and Humiliation Studies organisierte (inzwischen sind mehr Treffen hinzugekommen, siehe Annual Meetings). Ich habe des weiteren an der Hebrew University in Jerusalem unterrichtet (2004), an der Rikkyo University und International Christian University in Tokyo (2004, 2005) und Vorträge in aller Welt gehalten (siehe die Database in Norwegen, FRIDA, suche nach etternavn Lindner und fornavn Evelin). Ich bin des weiteren seit 1999 Beraterin in Jan Øbergs Transnational Foundation for Peace and Future Research (TFF) und Mitglied des Editorial Boards von Charles Figleys Zeitschrift TRAUMATOLOGY (refereed, seit 2004). Seit 2006 bin ich Mitglied des Editorial Advisory Boards der zweiten Ausgabe der Encyclopedia of Violence, Peace, and Conflict, herausgegeben bei Professor Lester Kurtz und Academic Press, seit 2007 Mitglied des Board of Advisors der Association for Trauma Outreach and Prevention (ATOP), und seit 2008 Mitglied des Board of Advisors des Center for Rebuilding Sustainable Communities after Disasters (CRSCAD).

2006 wurde mir der SBAP. Preis für ausserordentliche Leistungen auf dem Gebiete der Angewandten Psychologie verliehen. Der Preis ist mit 10 000 Schweizer Franken dotiert und wird alle 2 Jahre für außerordentliche Verdienste auf dem Gebiete der Angewandten Psychologie verliehen. Preisträger bisher waren: Dr. med. Remo Largo (er hat sehr gute Bücher über die Entwicklung von Kindern geschrieben und leistet in der Schweiz sehr viel, wenn es um das Wohl des Kindes geht). 2004 bekam Frau Prof. Dr. Marianne Regard (Neuropsychologin) den Preis.

Die gegenwärtigen wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen Globalisierung und ihre emotionalen Folgen, psychologische Faktoren, wie zum Beispiel Erniedrigung und Demütigung, in internationalen Konflikten (siehe Dissertation in Psychologie), des weiteren psychologische, anthropologische, soziologische und historische Aspekte verschiedener Kulturen. Die heutigen Forschungsschwerpunkte betreffen vorwiegend die Makro-Ebene. Sie haben sich aus früheren Orientierungen entwickelt, die eher die Mikro-Ebene betrafen. Die Rolle und den Stellenwert von Arztberuf, Krankheit und medizinischer Versorgung in verschiedenen Kulturen waren das Thema einer Umfrage in verschiedenen Ländern, und die Erforschung der Definition des Begriffs Lebensqualität in verschiedenen Kulturen war Thema der Dissertation in Medizin. Das Thema der Rolle und Stellung der Frau in verschiedenen Kulturen ist ein durchgehendes Interesse, während orale Störungen wie Adipositas, Anorexia Nervosa und Bulimie ganz zu Anfang für die psychologische Beratertätigkeit wichtig waren.

Die Sprachkenntnisse sind weit gefächert und schwer zusammenzufassen. Deutsch ist die Muttersprache. Fließend, sowohl schriftlich als auch mündlich, sind Englisch, Französisch, und Norwegisch. Das Beherrschen dieser Sprachen impliziert, dass ein gutes Verstehen von Holländisch, Schwedisch, und Dänisch besteht. In Ägypten lernte ich das Lesen und Schreiben der arabischen Schrift, und das Sprechen von Ägyptisch-Arabisch. Auf Flores lernte ich Grundkenntnisse in Portugiesisch (zusammen mit Französisch und Latein erschließt sich dadurch Italienisch und Spanisch), während meiner Arbeit in Jerusalem lernte ich modernes Hebräisch, und während meines Aufenthaltes in Indonesien Bahasa Indonesia. Chinesisch lernte ich schon vor meiner Reise nach China. Da ich diese Sprachen jedoch seit langem nicht mehr benutzt habe, sind sie in Vergessenheit geraten. Ich hatte 5 Jahre Schulunterricht in Russisch bis zum Abitur, - eine Lehrerin aus Ostpreußen bot das Fach in der nullten Stunde als Wahlfach an, - und ich schloss das Fach im Abitur mit der Note sehr gut ab. Des weiteren habe ich das große Latinum. In 2004 begann ich, wieder Zeit in Asian zu verbringen, dieses Mal in Japan und begann, Japanisch zu lernen.


Tabellarischer Lebenslauf

13.5.1954 geboren in Hameln, Niedersachsen, Bundesrepublik Deutschland
Beruf des Vaters: Lehrer, aus Bertelsdorf bei Lauban in Schlesien
Beruf der Mutter: Hausfrau, aus Breslau in Schlesien
Beruf der beiden jüngeren Geschwister: Ärzte

1961 Einschulung in der Volksschule Holtensen bei Hameln
1965 Wechsel zum Gymnasium Viktoria-Luise-Schule in Hameln
15.5.1973 Abitur (mit Auszeichnung und Buchpreis) am mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig der Viktoria-Luise-Schule

Wintersemester
1973/74 Studium Generale an der Universität Frankfurt mit den Schwerpunk­ten Jura, Psychologie und Sinologie

Psychologie-Studium

1974-1978 Psychologie-Studium an der Universität Hamburg
Spezielle Ausrichtung: Klinische Psychologie
(Gesprächspsychotherapie, Encounter, analytische Grup­pen­therapie; Überblick über: Verhaltenstherapie, Familientherapie, Partnerberatung, Gestalttherapie, Psychodrama, katathymes Bilderleben, Psychoanalyse, autogenes Training)

Spezielles Training während des Psychologie-Studiums:

1975 Psychologie-Praktikum in Jerusalem, Israel; Arbeit mit körperlich behinderten Kindern im Orthopaedic Hospital and Rehabilitation Center for Physically Handicapped Children, Alyn (zwei Monate)

1976 Schulpsychologie-Praktikum auf dem Ausbildungsschiff Kariba der Deutschen Afrika­linien, DAL, während einer Reise von Europa entlang der westafrikanischen Küste (drei Monate)

1977 und 1978 Anfertigung einer Diplomarbeit mit dem Thema Über die Einstellung von Ärzten zur Tätigkeit von Klinischen Fachpsychologen (Beur­teilung: sehr gut)

3.11.1978 Abschluss des Psychologie Studiums mit Diplom (Gesamturteil: sehr gut)

1995 Anerkennung als Psychologin in Norwegen

1995, 1996 Teilnahme am Ethikprogramm der norwegischen Forschungsgemeinschaft, Oslo

1997-2001 Durchführung eines Forschungsprojektes am Psychologischen Institut der Universität Oslo, finanziert von der norwegischen Forschungsgemeinschaft und dem norwegischen Außenministerium, mit dem Titel: The Feeling of Being Humiliated: A Central Theme in Armed Conflicts. A Study of the Role of Humiliation in Somalia, and Burundi/Rwanda, Between the Warring Parties, and in Relation to Third Intervening Parties

26.5.2001  Doktortitel in Psychologie (Psychologisches Institut, Universität Oslo, Komitee: Stanford Universität und Universität Oslo)


Medizin-Studium

1978-1984 Medizin-Studium in den Universitäten in Heidelberg, Hamburg und Dunedin, Neuseeland

1978-1980 Vorklinisches Studium und Physikum in Heidelberg (Physikumsergebnis: 84,4%)
1980-1984 Klinisches Studium und Staatsexamen in Hamburg
1983 Praktisches Jahr in der Abteilung für Innere Medizin des Dunedin University Hospital, Dunedin, Neuseeland

Spezielles Training während des Medizin-Studiums:

1979
Krankenpflegepraktikum im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Oslo Dikemark bei Oslo, Norwegen (zwei Monate)

1980 Famulatur bei einem niedergelassenen Allgemeinmediziner in Hamburg (ein Monat)

1981 Famulatur in der chirurgischen Abteilung des Paolo Memorial Hospital in Bangkok, Thailand; Studium thailändischer Kultur und Geschichte (zwei Monate)

1981 Informationssammlung in Malaysia und Indonesien; Kennenlernen medizinischer Einrichtungen, besonders der Abteilung für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universität Kuala Lumpur, Malaysia (geplant für zwei Monate)

1982 Famulatur im Environmental Health Center, Dallas, Texas, USA (ein Monat)

1982 Kennenlernen der Navajo-, Pueblo- und Havasupai-Indianerreservate und Orientierung über das medizinisch-psychologische Gedankengut in den verschiedenen Indianerkulturen (ein Monat)

1983 Informationssammlung in China; Besuch von Krankeneinrichtungen in verschiedenen Landesteilen (zwei Monate); Studium chinesischer Kultur und Geschichte

1983 Praktisches Jahr in der Abteilung für Innere Medizin des Dunedin University Hospital, Dunedin, Neuseeland, - ärztliche Tätigkeit als Trainee Intern (drei Monate); Studium der Geschichte und Kultur der Maoris

1981-1984 Erstellung eines Fragebogens über Rolle und Stellenwert von Arztberuf, Krankheit und medizinischer Versorgung in verschiedenen Kulturen und Interviews mit ca. hundert Ärzten anhand dieses Fragebogens in verschiedenen Ländern: Thailand, USA, Neuseeland, Australien, Singapur, Norwegen, Deutschland

21.6.1984 Abschluss des Medizin-Studiums mit Approbation (Abschlussprüfung: sehr gut)

1992-1995 Durchführung eines Forschungsprojektes für einen Doktorgrad in Medizin an der Abteilung für Medizinische Psychologie am Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg im Bereich internationaler Lebensqualitätsforschung, finanziert durch ein Stipendium des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, mit dem Titel: Lebensqualität im ägyptisch-deutschen Vergleich. Eine interkulturelle Untersuchung an drei Berufsgruppen (Ärzte, Journalisten, Künstler)

9.12.1994 Doktortitel in Medizin (Universität Hamburg)

1997 Anerkennung als Ärztin in Norwegen

Berufliche Tätigkeit

1980-1984 Psychotherapeutische Tätigkeit

•  Gesprächspsychotherapie (Einzeltherapie) an der Psychiatrischen Universitätsklinik Hamburg

•  Gruppentherapie (auf der Grundlage von analytischer Gruppentherapie und Gesprächstherapie), amPsychologischen Institut der Universität Hamburg; Klientenkreis: Frauen mit Gewichts- und Essproblemen

•  Theoretische Aufarbeitung der diagnostischen Interviews und Protokolle der Gruppensitzungen

1985-1988 Psychologische Beratertätigkeit an der American University of Kairo in Kairo, Ägypten. Klientenkreis: Studenten aller Nationen und Lehrkörper

•  Eigene psychologische Privatpraxis in Kairo, Ägypten

•  Klientenkreis: Ägypter/innen mit Sprachkenntnissen über Arabisch hinaus und Nicht-Ägypter/innen aller Nationen: Mitarbeiter/innen westlicher Botschaften und Schulen; Führungskräfte westlicher Firmen; Ehefrauen und Kinder aus gemisch­ten Ehen; westlich und traditionell ausgerichtete Ägypter/innen

•  Formen der Intervention: Psychotherapie; psychologische und "kulturübersetzende" Beratung; Einführung von Führungskräften der Wirtschaft in "global thinking" und interkulturelle Kommunikation

•  Verwendete Sprachen: Englisch, Französisch, Norwegisch, Deutsch, Ägyptisch-Arabisch

1991 Sechsmonatiger Aufenthalt auf der Azoreninsel Flores und Ausarbeitung eines Strukturentwicklungsplanes für die Insel

1993, 1994 Februar 1993: Gründung und Vorsitz des gemeinnützigen Vereins Global Understanding e.V. und Organisation der Hamburger Ideenkette mit Vision eines Welthauses (Juni 1993), einer Großveranstaltung zum Thema globale Verantwortung (Völkerverständigung, Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Integration, Frieden, bis hin zu globaler ökologischer Verantwortung) mit ca. 20.000 Besuchern, die ca. 2000 geschriebene, gezeichnete und gemalte Beiträge zusammentrugen
Juni 1993 Erste Ausstellung in Hamburg
Juli 1993 Erstellung einer Dokumentation
Juli 1994 Ausstellung in Bonn mit dem Auswärtigen Amt

1994 Kandidatur zum Europäischen Parlament

1995, 1996 Zusammenarbeit mit International Alert, einer nicht-staatlichen Organisation, die im Bereich präventiver Diplomatie tätig ist, und von Martin Ennals, dem früheren Leiter vom Amnesty International, gegründet wurde

2001-

•  Aufbau des Forschungsfeldes Menschenwürde und Demütigung/Erniedrigung und Verfassen wissenschaftlicher Schriften, die die Dynamik von Menschenwürde und Demütigung/Erniedrigung beleuchten

•  Ausweitung der Feldarbeit von Europa und Afrika (in Verbindung mit der Dissertation) auf Südostasien, Amerika, und andere Teile der Welt (seit 2001)

•  Hauptanbindungen: Universitäten in Oslo (seit 1997) und Trondheim (1999-2007), Columbia Universityin New York City (seit 2001), Maison des Sciences de l'Hommes in Paris (seit 2001)


•  Gründungspräsident von Human Dignity and Humiliation Studies (HumanDHS) (seit 2001) und Mitbegründer der World Dignity University (WDU) Initiative (seit 2011)

•  Leben als globaler Weltbürger um das HumanDHS und WDU Netzwerk global zu entwickeln

•  Unterricht an den Psychologischen Instituten der Universitäten in Oslo (seit 1997) und Trondheim ( 1999-2007), Columbia University in New York City (seit 2001), des weiteren an Universitäten in Israel und Japan, Hebrew University in Jerusalem (2004), Rikkyo University und International Christian University in Tokyo (since 2004), the University of Queensland, Australia (2007), und Universitäten, unter anderem, in Costa Rica (2006), China (2006-2007), North Carolina, US (2007), Hawai’i, US (2009), Türkei (2010), Italien (2010), Neuseeland (2011), Sydney, Australien (2011), und an dem Centre for Gender Research an der Universität in Oslo (seit 2011)

• 
Organisieren von zwei jährlichen HumanDHS Konferenzen, siehe Annual Conferences (seit 2003)

• 
Vorträge in aller Welt: siehe Cristin (Current Research Information System in Norway) (suche nach etternavn Lindner und fornavn Evelin

• Berater in Jan Øbergs Transnational Foundation for Peace and Future Research (TFF) (seit 1999)

• 
Mitglied des Editorial Boards von Charles Figleys Zeitschrift TRAUMATOLOGY (refereed, seit 2004)

• 2006 SBAP. Preis für ausserordentliche Leistungen auf dem Gebiete der Angewandten Psychologie

• Mitglied des Editorial Advisory Boards der zweiten Ausgabe der Encyclopedia of Violence, Peace, and Conflict, herausgegeben bei Professor Lester Kurtz und Academic Press (seit 2006).

• Mitglied des Board of Advisors for the Association for Trauma Outreach and Prevention (ATOP) (seit 2007)

• Mitglied des Board of Advisors for the Center for Rebuilding Sustainable Communities after Disasters (CRSCAD) (seit 2008)

• 2009 "Fangenes Testamente" Preis

• Mitglied der Special Interest Group of Indigenous Psychology (2011)

• Unterstützung der Arbeit von Monty Marshall (seit 2001/2011)

• 
Unterstützung der Arbeit von Deepika “Deeyah” Thathaal (seit 2011)

• Mitbegründer der World Dignity University Initiative and Dignity Press/World Dignity University Press (Lanzierung am 24. Juni 2011 an der Universität in Oslo, Norwegen)

• Fellow des South African Research Chair (SARChI) in Development Education, University of South Africa, Pretoria (seit 2013), Lehrstuhlinhaber ist Professor Catherine Odora Hoppers

• Empfänger des 2014 HumanDHS Lifetime Award

• Nominiert für den Friedensnobelpreis 2015, 2016, 2017

Bisherige wissenschaftliche Schwerpunkte

•  Gegenwärtiger Fokus: Internationale Beziehungen, transkulturelle Konfliktlösungen, psychologische Faktoren in internationalen Konflikten wie zum Beispiel Menschenwürde, Erniedrigung und Demütigung (Dissertation in Psychologie)
•  Psychologische, anthropologische, soziologische und historische Aspekte verschiedener Kulturen
•  Rolle und Stellung der Frau in verschiedenen Kulturen
•  Frühere Schwerpunkte: Rolle und Stellenwert von Arztberuf, Krankheit und medizinischer Versorgung in verschiedenen Kulturen
•  Erforschung der Definition des Begriffs Lebensqualität in verschiedenen Kulturen (Dissertation in Medizin)
•  Arbeit als klinische Psychologin: Orale Störungen wie Adipositas, Anorexia Nervosa und Bulimie

Sprachkenntnisse

Sehr gut

Englisch, Deutsch, Französisch, Norwegisch

Gutes Verstehen

Schwedisch, Dänisch, Holländisch

Gute Grundkenntnisse

Ägyptisch-Arabisch

Grundkenntnisse

Modernes Hebräisch, Indonesisch, Chinesisch, Japanisch, Portugiesisch, Spanisch

Früher einmal gut

Russisch (5 Jahre Unterricht bis Abitur: sehr gut)
Großes Latinum

Anderes

•  Flugstunden ab dem Alter von fünfzehn (Segelfliegen, später einmotorige Maschinen)
•  Sport: Schwimmen
•  Design: Architektur, Inneneinrichtung, Kleidung, Schmuck
•  Kunst: Skulptur, Leinwand

Ausgewählte Publikationen / Unterrichtsmaterial

• Publications
• Lectures
• Videos
• Cristin (Current Research Information System in Norway) (search for Evelin Lindner)